Projektablauf

Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt. Der Projektstart war am 15. Mai 2006. Die wesentlichen Ablaufschritte lassen sich wie folgt beschreiben.

Das erste halbe Jahr dient einer ausführlichen Datenaufnahme der verschiedenen europäischen Fenstertypen und deren Konstruktion. Dabei werden auch vergleichbare Haustürkonstruktionen berücksichtigt. Die Konstruktionsdaten werden danach auf Komponenten und deren Parameter reduziert, um diese für die Rechenmodelle nutzbar zu machen. Die Basis für das „CE-Assessment Model“ bilden umfangreiche Textreihen der verschiedenen Fenstertypen, die in der zweiten Jahreshälfte des ersten Projektjahres geplant sind.

Im zweiten Projektjahr ist die konkrete Entwicklung des „CE-Assessment-Models“ geplant und deren Evaluation durch weitere Prototypen und Testverfahren. Parallel dazu wird das Modell als Software programmiert und in der Anwendung durch die Betriebe und Verbände getestet.

Die Datenerhebung für das „EU-Window Interface Model“ setzt erst zu Beginn des Jahre 2007 ein. Für die Modellentwicklung bedarf es keiner Testverfahren. Das Model wird im zweiten Projektjahr auf der Basis einer Datenbank entwickelt und danach ebenfalls durch Prototypentests evaluiert.

Im letzten Projektjahr gilt es die entwickelte Software mit den beiden Modellen in der Praxis zu testen. Die Einführung in den Betrieben soll parallel zu der für die CE-Konformitätserklärung notwendigen „Werkseigenen Produktionskontrolle“ erfolgen. Die Anwendung in der Praxis dient aber auch dazu, die Modelle und deren Handhabung weiter zu optimieren und für die spätere Nutzung durch die Verbände vorzubereiten. Diese sind dafür verantwortlich, die Projektergebnisse durch nationale Arbeitskreise, Workshops und Veranstaltungen zu veröffentlichen. Die Verbände sind Eigentümer aller im Projekt entwickelten Rechte. Sie legen zum Projektende fest, wie die Modelle über das Projekt hinaus betreut und weiterentwickelt werden.

Parallel dazu wird auf europäischer Ebene durch Mitglieder in den Normenkomitee TC 33 und der Sektorgroup 6 für die „notified bodies“ über die Projektergebnisse berichtet. Die Akzeptanz für die entwickelten Rechenmodelle ist eine wesentliche Voraussetzung für deren Nutzung im Rahmen der CE-Konformitätserklärung.